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ESCADA kaufen 07.12.2000
DG Bank
Die Analysten der DG Bank stufen die Aktien der ESCADA AG (WKN 569213, Vz.) von „Akkumulieren“ auf „Kaufen“ hoch.
Die vorgelegten vorläufigen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 1999/2000 (31.10) hätten im Rahmen der Erwartungen gelegen. Die Dynamik der Umsatzsteigerung habe im vierten Quartal deutlich zugenommen. Mit einem Anstieg von 14 % könne somit der etwas schwächere Anstieg des 3. Quartals (+ 8,9 %, alle Zahlen bereinigt um den Verkauf von Kurt Neumann) überkompensiert werden. Das EBIT von 85 Mio. DM liege im Rahmen der Erwartungen und in der zuvor vom Management kommunizierten Bandbreite.
Das EBT sei vor allem durch die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 51 Mio. DM belastet worden. Da die Analysten diese bis auf die 13 Mio. DM betragenden Garantieleistungen für die nunmehr verkaufte Tochter Kurt Neumann nicht für bereinigungsfähig halten, erwarte man ein DVFA-Ergebnis von 3,79 Euro. Die Auftragseingänge für die Frühjahr/Sommer 2001 Kollektion seien bei der Marke Escada um 12 % gewachsen, die ersten Indikationen für die Herbst/Winter Kollektion 2001 würden sogar ein noch höheres Wachstum erwarten lassen.
Neben den aktuellen Zahlen stelle Escada auf einer Analystenkonferenz nochmals die Unternehmensstrategie vor. Besonders positiv sehe man den Zusammenhang mit den verstärkten Investor Relations Aktivitäten des Unternehmens die für das nächste Geschäftsjahr geplante Umstellung des Jahresabschlusses auf IAS. Dies werde zu einer wesentlich höheren Transparenz des Unternehmens führen. Im laufenden Geschäftsjahr führe das Unternehmen zusätzlich den EVA-Ansatz als Steuerungskonzept ein. Hiervon erwarten die Analysten ein auch auf unteren Managementebenen wachsendes Bewusstsein für die Kapitalkosten. Allerdings rechne man erst mittelfristig mit einer spürbaren Wirkung dieser Maßnahme.
Das Unternehmen gebe zudem konkrete Umsatz- und Ergebnisprognosen für die nächsten drei Geschäftsjahre bekannt. So rechne Escada für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 1,81 Mrd. DM und einem EBIT von 121 Mio. DM. Diese Werte sollten bis zum Geschäftsjahr 2002/03 auf 2,30 Mrd. DM bzw. 200 Mio. DM gesteigert werden. Während man die Umsatzprognose für das laufende Jahr aufgrund der bestehenden Aufträge für konservativ halte, seien die Wertpapierexperten der DG Bank im EBIT etwas vorsichtiger, da man geringere Kostendegressionseffekte erwarte. Das Management kündige zudem an, zum 1.1.2001 den Anteil an der Tochter BIBA auf 75 % aufzustocken.
Hieraus erwarte man eine Verwässerung der EBIT-Marge, weshalb man nur mit einem leichten Anstieg von 5,4 auf 5,8 % rechne. Aufgrund der erhöhten Umsatzerwartungen, der erwarteten Kostendegressionseffekte und des geplanten höheren Anteils des Lizenz- und Accessoiresgeschäfts erhöhe man die Ergebnisprognose für 2000/01 auf 14,37 (zuvor 9,04) Euro pro Aktie. Für das Geschäftsjahr 2002 erwarte man einen Umsatzzuwachs von 7 %, in Höhe des geschätzten langfristigen, nachhaltigen Wachstums. Das Ergebnis sehen die Frankfurter Analysten bei 18,17 (10,0) Euro pro Aktie.
Die zunehmende Transparenz und Kapitalmarktorientierung des Unternehmens sei mittlerweile deutlich zu erkennen. Aufgrund der hohen Auftragseingänge sei für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres mit einer deutlichen Zunahme der Ertragsdynamik zu rechnen. In Anbetracht der moderaten Bewertung (EV/EBIT 10,2) stufen die Analysten das Anlageurteil von Akkumulieren auf Kaufen.
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